Sicherung und Digitalisierung des Filmerbes
Umgehende und umfangreiche Maßnahmen sind erforderlich, um das audiovisuelle Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen und künftige Produktionen zu sichern.
Trotz einiger in jüngster Zeit unternommener Schritte der Politik und der Branche besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf für die Sicherung und Digitalisierung des Filmerbes.

Für die Sicherung und Langzeitarchivierung von aktuellen Produktionen sollten - solange vorhanden - Negative hinterlegt werden. Als digitales Sicherungsstück wird das DCDM empfohlen, als Benutzungsstück zusätzlich das DCP.

Die Daten müssen mehrfach qualifiziert gesichert sowie dauerhaft regelmäßig geprüft und migriert werden. Migrationsfreie digitale Sicherungsmethoden für Film gibt es nicht.

Die Filmbestände müssen digitalisiert werden, zum einen um sie in digitalen Kinos und über digitale Vertriebswege zugänglich zu machen und zum anderen, um sie vor dem Zerfall zu retten.

Für die Archive und Rechtinhaber sind langfristig öffentliche Mittel erforderlich.


Die Archivdigitalisierung muss umgehend in größerem Umfang gestartet werden, bevor die erforderliche technische Infrastruktur und das Know-how rund um die Filmbearbeitung komplett abgebaut sind. Es ist in jedem Fall wirtschaftlicher, die bestehenden Ressourcen und Kompetenzen zu nutzen als in den Archivinstitutionen neu zu investieren.


Der VTFF nimmt an einem Runden Tisch Filmerbe teil, in dem die Filmbranche an einem Digitalisierungskonzept arbeitet. Außerdem an einem DIN-Ausschuss, der Standards für die Sicherung und Empfehlungen für die Digitalisierung entwickelt. Dazu besteht ein enger Austausch mit dem BKM, dem Bundesarchiv-Filmarchiv, der FFA, der SPIO, der Deutschen Filmakademie und den Produzenten.